Sedlitzer Sausen

Aus­ge­zeich­ne­te Geschich­te im Wett­be­werb „Die bes­ten Lau­sitz-Geschich­ten“ (Kol­lek­tiv­ge­schich­te)

Wolf­gang Kai­ser: Wir in Sed­litz wis­sen, wie Fes­te gefei­ert wer­den. Kar­ne­val, Pol­ter­aben­de, Som­mer­fes­te – wir las­sen nichts aus!

Zum Kar­ne­val im Febru­ar fan­den sich manch­mal zwei­hun­dert Leu­te im Saal des Gast­hau­ses »Lin­den­gar­ten« ein. Das ist für so ein klei­nes Dorf beacht­lich. Unse­re Kar­ne­vals­ge­sell­schaft stellt eine Men­ge auf die Bei­ne.

Klaus Nas­dal: Mit dem Pro­gramm geben sie sich beson­de­re Mühe.

[Lesen Sie hier weiter]

Es lag an uns, etwas aufzubauen

Geschich­te von Stef­fen Phil­ipp

In den Sieb­zi­ger­jah­ren herrsch­te in der Berg­ar­bei­ter­sied­lung in Sed­litz noch Ord­nung. Die Leu­te ach­te­ten auf­ein­an­der und hiel­ten zusam­men. Wir Kin­der erleb­ten eine sor­gen­freie Kind­heit. Im Ort gab es alles, was wir zum Leben brauch­ten: nicht nur einen Kin­der­gar­ten und eine Schu­le, son­dern auch einen Fri­seur, Arzt­pra­xen, eine Spar­kas­se und Geschäf­te. Wenn ich neue Schu­he brauch­te, gab mir mei­ne Oma Geld, ich ging zum Schus­ter und such­te mir ein schö­nes Paar aus. [Lesen Sie hier wei­ter]

Der Bürgermeister zu Besuch im Erzählsalon

Senftenberger Bürgermeister zu Besuch zum Erzählsalon in Sedlitz.
Fotos: Hai­ko Schnip­pa

Ein beson­de­rer Gast nahm kürz­lich am Sed­lit­zer Erzähl­sa­lon teil: Der Senf­ten­ber­ger Bür­ger­meis­ter Herr Fred­rich besuch­te die acht­zehn Sed­lit­zer Erzäh­ler im Gast­haus „Colo­ra­do“. Das The­ma des Abends lau­te­te „Was ich mir für Sed­litz in Zukunft wün­sche“. Der Bür­ger­meis­ter hör­te den Sed­lit­zern auf­merk­sam und ver­ständ­nis­voll zu und ant­wor­te­te auf die Wün­sche und Anre­gun­gen für die „Per­le des Seen­lan­des“, wie er Sed­litz selbst ein­mal bezeich­ne­te, in 9,6 min! [Lesen Sie hier weiter]

Wolfgang Kaiser über die Erzählsalons in Sedlitz

Der Erzähl­sa­lon ist eine Art der Geschichts­schrei­bung, die wir uns nicht bes­ser hät­ten erträu­men kön­nen. Die Leu­te erzäh­len so frei von der Leber weg, was sie erlebt haben! Ich bin Pro­fes­sor Kuhn sehr dank­bar, dass er unse­ren Ort Sed­litz für das Pro­jekt »Die Lau­sitz an einen Tisch« emp­foh­len hat.

Wolf­gang Kai­ser, ehem. Orts­vor­ste­her Sed­litz

Ein bunter Nachmittag bei den Sedlitzer DFB-Frauen

Sedlitz_Tagebau
Foto: Rico Hof­mann

Anknüp­fend an die über­ra­schen­de Begeg­nung im letz­ten Sed­lit­zer Erzähl­sa­lon zwi­schen den Damen des Demo­kra­ti­schen Frau­en­bun­des (DFB) und den Geflüch­te­ten aus dem benach­bar­ten Über­gangs­wohn­heim gab es am 17. Febru­ar nun ein wei­te­res span­nen­des Zusam­men­tref­fen – die­ses Mal bei den DFB-Frau­en in der Chro­nik­stu­be im Bür­ger­haus.

Die Heiden von Sedlitz

Kol­lek­tiv­ge­schich­te

Moni­ka Blum: Das Dorf­le­ben hat so eini­ges für sich. Was wir als Kin­der erleb­ten, davon kön­nen Stadt­men­schen nur träu­men.

Sil­va­na During: Kennst du ein Kind, das auf einen Baum klet­tern kann? Nur ganz weni­ge, es sei denn, es sind Kin­der aus dem Dorf.

Klaus Nas­dal: Als Kin­der klet­ter­ten wir stän­dig auf die Bäu­me.

Sil­va­na During: Hoch kamen wir immer. Run­ter war es schon schwie­ri­ger. [Lesen Sie hier weiter]

Ein Winterabend in Sedlitz

IMG_7758
Foto: Sebas­ti­an Bertram

Den Nach­mit­tag über hat­te es dicke Flo­cken geschneit. Sed­litz lag unter einer dich­ten Schnee­de­cke, als in der Gast­stät­te Colo­ra­do am Abend die Saloon-Türen schwan­gen: Nach und nach füll­te sich die war­me Stu­be mit den Teil­neh­mern des nun­mehr fünf­ten Erzähl­sa­lons im eins­ti­gen Koh­le-Dorf.
Das The­ma des Abends lau­te­te „Was ich mit dem Berg­bau ver­bin­de“ – ein Stich­wort, das die Erin­ne­run­gen der meis­ten der elf Teil­neh­mer nur so spru­deln ließ, waren man­che von ihnen doch sogar schon als Kin­der in der Koh­le tätig gewe­sen. [Lesen Sie hier wei­ter]

Unser geliebter Ascheplatz

Kol­lek­tiv­ge­schich­te

Wolf­gang Kai­ser: Bis 1997 gab es in Sed­litz eine wil­de Müll­de­po­nie – unse­ren gelieb­ten Asche­platz. Sie befand sich da, wo heu­te die Lagu­ne ist. Aber kei­ne Angst; alles wur­de zurück­ge­baut und saniert, bevor die Lagu­ne ent­stand.

Sil­va­na During: Der Asche­platz war immer der schöns­te Spiel­platz für uns Kin­der. Da konn­ten wir rum­to­ben und fan­den aller­lei Inter­es­san­tes.

Wolf­gang Kai­ser: Wir brach­ten alles, was wir los­wer­den woll­ten, auf den Asche­platz. [Lesen Sie hier weiter]