Vom Polstern und der Politik

Geschichte von Christina und Ilona Nicklisch

Ausgezeichnete Geschichte im Wettbewerb „Die besten Lausitz-Geschichten“ (Kollektivgeschichte)

Ilona Nickisch: Meine Schwester Tina und ich stammen nicht von hier, sondern aus Wormlage. Unser Vati ist dagegen ein waschechter Briesker.

Als gelernter Polsterer ging er auf Wanderschaft und traf dabei in Wormlage unsere Mutti. Er versprach, ihr eine schöne Herrencouchgarnitur anzufertigen, mit großen Clubsesseln. Die Heirat fand statt, bald darauf kam unsere Schwester Bärbel zur Welt, Christina und ich folgten sechs Jahre später.

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In Brieske ist was los!

Marga_Lausitz_Grillabend (1)Mit dieser Ankündigung hatten die Initiatoren des Bürgertreffens am 4. April auf dem Hof des „Birkchen e.V.“ nicht zu viel versprochen. Der Einladung zum gemeinsamen Grillabend folgten auf Anhieb rund 50 Briesker. Sie trafen sich bei strahlendem Sonnenschein zu Wein, Bier und Würstchen. Peter Gallasch, als Mitorganisator, hätte sich zwar über mehr Leute vom „Stadion“ gefreut, ansonsten war er mit der Resonanz sehr zufrieden.

Schon lange schwelt der Wunsch der Marganer – nach der Sanierung der Gartenstadt – endlich zu neuer Gemeinsamkeit, zu neuem Miteinander zu finden. Marga soll nicht nur ein Wohn- sondern ein Lebensort sein. [Lesen Sie hier weiter]

Eva-Maria Lange über das Format Erzählsalon

Dem Format Erzählsalon kommt meiner Überzeugung nach eine wichtige Funktion für die Kommunikation im gesellschaftlichen Raum zu: Einander zuhören, andere Meinungen respektieren… Bei aller Meinungsfreiheit müssen auch Regeln der Gesprächskultur eingehalten werden.
Eine besondere Bedeutung besteht für mich darin, den persönlichen Kontakt zu pflegen, der durch den Einsatz der technischen Geräte immer mehr verloren geht.

Eva-Maria Lange

Brieske? Da kannste nicht hin!

Geschichte von Gudrun Andresen

Brieske blieb für mich lange Zeit eine Bahnstation zwischen Forst und Lauchhammer. In Forst wohnte ich mit meiner Mutter und meiner Schwester Lore in einem Haus mit großem Garten. Oft besuchten wir unsere Tante Hanna und Cousine Friderun, die in Lauchhammer-Mitte, dem früheren Bockwitz, lebten. Der Zug führte uns jedes Mal in eine andere Welt. In Forst war alles sauber, weder Kohlenstaub noch Dreck hingen in der Luft. [Lesen Sie hier weiter]

Schritt für Schritt die Wünsche selbst erfüllen

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Foto: Sebastian Bertram

Für den Erzählsalon wurde diesmal der große Saal im Erdgeschoss des Birkchens geöffnet. Auf der langen Tafel standen selbstgebackene Kuchen. Zwölf Margasche bzw. Briesker waren gekommen, auch einige, die erstmals an der Runde teilnahmen. Die Neulinge, darunter zwei Damen mittleren Alters, erlebten die erfahrenen Salon-Teilnehmer als eingespielte Akteure: Die Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart hatten sie bestens vorbereitet für das Thema „Was ich mir für Marga wünsche“.

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Unsere Geschichte über’n Gartenzaun

Die Geschichte von Norbert Tschirner

Meine Familie und ich leben seit 1972 in Senftenberg, seit 1973 bin ich Pächter eines Kleingartens in Brieske. Die Anmeldung bei unserer Kolonie »Am Margaretengraben« war ganz einfach.

Ein Bekannter hatte mir einen Tipp gegeben: »Geh mal zum Margaretengraben! Mein Freund ist dort Kassierer. Bei dem kannst du dich anmelden.« Das machte ich. »In der dritten Reihe ist noch ein Garten frei«, sagte mir der Kassierer. [Lesen Sie hier weiter]

Die Margaschen erinnern sich an reges Vereinsleben

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Foto: Sebastian Bertram

In den Wochen vor Karneval war das Birkchen in Marga Anlaufpunkt für viele kleine und große Narren. Sie stöberten im Kostümfundus der hier angesiedelten Niederlausitzer Kunstschule. Auch als unter dem Dach des Vereinshauses am 19. Januar der erste diesjährige Erzählsalon stattfand, musste Dörte Matthies, Vize-Vorsitzende des Birkchens, noch rasch in die Kleiderkammer, um Faschingsfreunden bei der Kostümsuche zu helfen – während im Versammlungsraum bereits erste Geschichten erzählt wurden. In Marga ist was los. Ein Satz, der den alteingesessenen Bewohnern der Gartenstadt früher sehr viel selbstverständlicher über die Lippen ging als heute. Darin waren sich die Teilnehmer des Erzählsalons einig, als sie der Vergangenheit des einst regen Vereinslebens in diesem Ortsteil von Senftenberg nachspürten. [Lesen Sie hier weiter]